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Mit der Lancierung der Zertifizierung Minergie Netto Null hat Minergie einen neuen Referenzrahmen für klimaneutrales Bauen in der Schweiz geschaffen. Erstmals wird Netto Null im Hochbau als klar definierter Standard mit überprüfbaren Kriterien verankert. Was bislang häufig als strategisches Ziel formuliert wurde, wird damit zur konkret messbaren Anforderung über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes.
Dass das erste Projekt, das dieses Label anstrebt, mit vyzn analysiert und optimiert wird, macht uns stolz. Das ist genau die Art von Pionierarbeit, für die wir antreten.
Was steckt hinter dem Standard?
Minergie Netto Null geht deutlich weiter als bisherige Effizienzstandards. Der Standard bewertet nicht nur den Energieverbrauch im Betrieb, sondern die vollständige Treibhausgasbilanz über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes. Das ist ein entscheidender Paradigmenwechsel.
Der Standard basiert auf einem systematischen Dreiklang:
Vermeiden: Reduktion der Treibhausgasemissionen aus Erstellung und Betrieb. Dazu zählen insbesondere graue Energie aus Baustoffen sowie betriebliche Emissionen aus Heizung, Kühlung und Strom.
Speichern: Gezielter Einsatz von Materialien mit Kohlenstoffspeicherpotenzial. Baustoffe wie Holz können aktiv zur Verbesserung der Gesamtbilanz beitragen.
Ausgleichen: Kompensation verbleibender Restemissionen durch anerkannte Negativemissionstechnologien, etwa Carbon Dioxide Removal.
Dieser Dreiklang macht deutlich: Netto Null ist kein Energielabel. Es ist eine ganzheitliche Klimabilanz.
Was sich für die Planung ändert
Mit diesem Schritt steigen die Anforderungen an die Entscheidungsgrundlage in frühen Projektphasen erheblich. Graue Energie, Betriebsemissionen und gespeicherter Kohlenstoff müssen gleichzeitig erfasst, bilanziert und gegeneinander abgewogen werden. Das gelingt nicht mit isolierten Einzelberechnungen.
Für Planungsteams bedeutet das konkret:
Variantenentscheide brauchen eine gemeinsame Datenbasis über alle drei Bilanzgrössen.
Materialentscheide müssen früh getroffen werden, da sie die Gesamtbilanz massgeblich beeinflussen.
Der Nachweis muss über den gesamten Lebenszyklus nachvollziehbar und prüffähig sein.
Für Bauherren bedeutet das vor allem eines: Investitionsentscheide benötigen eine belastbare, vergleichbare Datengrundlage. Bauchgefühl reicht nicht mehr.
Pionierprojekt in der Praxis
Das erste Projekt, das die Zertifizierung Minergie Netto Null anstrebt, wird von Kämpfen für Architektur AG geplant. vyzn ermöglicht es dem Planungsteam, Ökobilanzen direkt aus dem digitalen Gebäudemodell zu berechnen und Variantenvergleiche auf Basis belastbarer Kennwerte durchzuführen.
So lassen sich Planungsalternativen nicht nur schneller, sondern auch fundierter bewerten: Was bringt ein Wechsel vom Betonkern zur Holzkonstruktion? Wie wirkt sich eine andere Dämmstärke auf die Gesamtbilanz aus? Antworten, die früher Wochen in Anspruch nahmen, entstehen jetzt direkt aus dem Modell.
Wir freuen uns sehr auf diese Zusammenarbeit mit Kämpfen für Architektur AG.
Fazit
Mit Minergie Netto Null wird klimaneutrales Bauen in der Schweiz verbindlicher und messbarer. Netto Null wird damit weniger ein politisches Schlagwort als eine konkrete Planungsaufgabe mit klaren Anforderungen und quantifizierbaren Zielwerten.
Der entscheidende Hebel liegt in der frühen Planungsphase: Wer Emissionen erst am Ende berechnet, kann kaum noch optimieren. Wer sie von Anfang an ins Modell einbindet, hat den nötigen Spielraum für fundierte Entscheide.
vyzn schafft genau diesen Spielraum.